Pressefoto (BUFA) [1] aus Nordfrankreich: Im Zuge der zweiten Aisne-Schlacht 1917 durch englisches Feuer zerstörte Zeche bei Lens, heute Département 62. Man beachte die stilistisch ausgewogene, streng vertikal gegliederte Backsteinarchitektur unter dem zerschossenen und verkippten Fördergerüst.
Die mittlerweile regional bedeutungslose Steinkohlenindustrie hat die Gegend um Lens durch ihre Industriearchitektur nachhaltig geprägt [2].
Es ergeht das höfliche Ersuchen, etwaige Erkenntnisse über den genauen Standort dieses Fotos als Kommentar anzufügen.
BUFA (1917)
Quellen:
[1]…Pressefoto #2738 der BUFA (165 x 120mm), kostenlos zitiert publizierbar; Eigentum schlot.at (2021)
Fotokonvolut [1] von einem kleinen – vermutlich deutschen – Braunkohletagebau in einem wohl bedeutenden Bergbaugebiet, der mittels händischem Abgraben der Kohle betrieben wird. Eine Besucher- oder Managergruppe besichtigt gerade den Tagebau und das Rohmaterial.
Loren, schmalspurige Gleisrampen und Drehscheiben dominieren die Abbaufronten.
Interessant sind die regelmäßigen Löcher im Aufschluß auf Foto 3, welche Probenahmestellen zur Ermittlung der Kohlequalität darstellen könnten. Im Hintergrund des ersten Fotos sind zwei hohe Fördertürme zu erkennen, die bei der Verortung der Fotos helfen könnten.
Quelle:
[1]…Fotoserie 90 x 60 mm Belichtungsfläche auf Agfa Brovira, um 1950, Eigentum schlot.at (2016)
Mittlerweile geklärte Suchanfrage [1] über mehrere Fabriksstandorte. Auf einem Metallgedeck sind sieben Bauwerke – mehrere Fabriken sowie eine Kapelle und ein Schloß abgebildet. Es sind teilweise Feldbahngleise zu erkennen.
Vor der Klärung wurde seitens Constanze Czutta aus kunsthistorischer sicht folgendes ermittelt:
“Provenienz vermutlich Süddeutscher Raum.
Reliefplatte ohne Gebrauchszweck. Wanddekoration. Möglicherweise als Jubiläums- oder Pensionierungsgeschenk.
Die Burg auf einer Anhöhe, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, zeigt einen polygonalen, barockisierten Treppenturm, Dreiecksgiebel auf dem Zwischengesims, hexagonales Obergeschoß mit Rundfenstern, abgeschlossen mit einer Zwiebelhaube. Dieser Typus kommt vermehrt um 1700 im Süddeutschen Raum (Bayern, Baden-Württemberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich) vor – Beispiele: St. Oswald, Stockach, Baden-Württemberg und St. Margareta, Einsbach, Bayern, Stift Stams in Tirol, Pfarrkirche Bartholomäberg in Vorarlberg. Sonnenuhr und mögliche Hausmarke als Rundmedaillon mit eingeschlossenem Tatzenkreuz links des Turmes [2] – dort allerdings als Deutschordenskreuz; vgl. Wappen von Impflingen/Rheinland-Pfalz [3]
Größere Industrieanlage mit älteren Wirtschaftsgebäuden mit Schopfwalmdach und neueren Werksanlagen mit Oberlichten (mögl. Arbeitshallen), Schlote, Schienengleise mit Waggons, gotisierte Kapelle.”
Die Lösung von Kurt WINKLER, Bürmoos:
Bild 1+2: Torftransport in die Glashütte AT | SL | Bürmoos um 1895
Torftransport in die Glashütte AT | SL | Bürmoos um 1895
Torftransport in die Glashütte AT | SL | Bürmoos um 1895
Glasfabrik Emmyhütte Hackenbuch/Moosdorf
Kapelle Maria Hilf, Ibm um 1903
Schloß Ibm, Gde.Eggelsberg/OÖ
[1]…Herr A. B. via Email
[2] vgl. Nikolaikirche in Untereschenbach/Bayern: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tatzenkreuz_Nikolaikirche_Untereschenbach_3288.jpg am 28.01.2016
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Impflingen am 18.03.2016
[4]…Winkler Kurt via A.B., Foto- und AK-Vergleich mit der Reliefplatte (2016)
Industrielandschaft als Portrait-Hintergrund [1]. Diese mit 1924 datierte Kontaktkopie zeigt zwei Kinder mit Hund vor einer wohl bedeutenden Zeche. Zu erkennen sind vier Kamine, zwei Bergwerks-Fördertürme, ein Gasbehälter (?, links) sowie ein kugelförmiger Wasserbehälter (?, links). Im Mittelgrund sind 14 Hunte auf einem Schmalspurgleis abgestellt, unmittelbar dahinter lagert ein ausrangierter Tank mit großer Öffnung oder eine demontierte Bessemer– oder Thomasbirne. Im rechten Vordergrund liegt eine demontierte Seilwinde. Der übrige Bildbereich zeigt ausgedehnte Brachflächen. Das Foto stammt aus Deutschland – vielleicht ein Hinweis auf den Aufnahmeort.
Wer Hinweise auf die Lage der Zeche hat, wird gebeten, sich mit der Redaktion in Verbindung zu setzen.
Quelle:
[1]…Kontaktkopie 113×82 mm Belichtungsfläche, datiert “1924”, Eigentum schlot.at-Archiv (2016)
Konvolut von zehn deutsch beschrifteten Aufnahmen aus dem östlichen Bereich von Stalino / heute Donetsk. [1]. Zu sehen sind neben einem Förderturm, gesprengten Fabriksanlagen und einer mächtigten Abraumhalde die lokale Bevölkerung und deren ärmliche Behausungen (Foto 506, “Baracken mit 24 Wohnungen”).
497-Zeche im Osten von Stalino.
498-Dasselbe-Alle wichtigen Anlagen sind gesprengt
499-Dasselbe
500-Dasselbe
501-Dasselbe
502-Dasselbe-Zivilisten suchen in Schutt nach Kohlestückchen
503-Dasselbe
504-Dasselbe
505-Dasselbe
506-Baracke mit 24 Wohnungen
Die Aufnahmen dürften mit Oktober 1941 datieren, da in diesem Monat die 1. Gebirgsdivision der deutschen Wehrmacht das heutige Donetsk erreichte [2].
Berührend sind die Bilder der kohlesuchenden Bevölkerung. Das Foto #502 ist beschriftet mit: “Zivilisten suchen in Schutt nach Kohlestückchen.” Freilich ist nicht tradiert, ob die “Kohlestückchen” von der deutschen Wehrmacht eingefordert wurden. schlot.at möchte an dieser Stelle gegen bewaffnetete Konflikte jeglicher Art auftreten.
Quellen:
[1]…10 teils unscharfe Kontaktkopien (Nr. 497-506), mit Bleistift deutsch beschriftet wie angegeben. Eigentum schlot.at-Archiv (11/2015)
[2]…1. Gebirgsdivision auf wiki, abgefragt am 03.11.2015
Historische Aufnahme [1] vom sogenannten “Pümpchenwerk” in Eschweiler. Es handelt sich um ein Walz- und Puddelwerk und somit um einen eisenverarbeitenden Betrieb, der Rohmaterial aus der nahen Concordiahütte in Eschweiler bezog. Gut erkennbar ein holzverkleideter Kühlturm mit quadratischem Grundriß.
[1]…Amateur-Kontaktkopie, rückseitig datiert mit 08.08.1927
Vintage real photo postcard [1] from Trail, BC showing the Trail Camera Crafts in the foreground and an ore smelter, today owned by Teck Resources. The latter one is to be seen in the background – mind the smoke stacks.
The back of the postcard is labeled by hand:
“Trail, where the ore from the “Kimberly Mines” [zinc, lead, iron sulfides] is smolten. Dirty, naturally. Country without much beauty. Barren hills, since a big forestfire took all of the flora a good 30 years ago.”
[1]…Postcard from about 1930 is property of schlot.at archive.
“Schutzengelschacht – Dieser Schacht gehörte zum Schutzengelbau, dem nördlichsten der drei Seegrabner Reviere. Die erste Bergbautätigkeit datiert bereits aus dem Jahre 1811. Nach der Auskohlung der Jandl- und Johannistollenbaue wurde der 150m tiefe Schutzengelschacht geteuft. 1884 ging der Schacht, der mit einer Zwillingsdampffördermaschine ausgerüstet war, in Betrieb. Im selben Jahr wurde eine 600 m lange, normalspurige Schleppbahn zum Verladebahnhof Leoben errichtet. Diese musste aufgrund der Störungsanfälligkeit infolge zu starker Neigung 1913 eingestellt werden. 1936 erfolgte der Versturz der Schachtes und das Abtragen des Förderturms.”
Älteres Foto der Burbacher Hütte, Fotostandort südlich der Saar. Aufnahme ca. 1935-1938. Gut erkennbar etwa 13 Schornsteine, 2 Koksbatterien und architektonisch wertvolle Stahlwerkshallen mit ansehnlicher Höhe. Ferner die Saar mit Frachtschiff, Werkssbahn-Anlagen der Hütte mit Güterwaggons, Kräne etc. Die Gleise im Vordergrund sind schmalspurig und es sind Loren/Hunte zu erkennen.
Die Burbacher Hütte wurde am 22.06.1856 gegründet [1] und besteht als Teil der Saarstahl AG bis heute.
Meilensteine der Unternehmensgeschichte [1]:
1857 wurde der erste Hochofen angeblasen. Technik: Puddelofen
1858 wurde eine eigene Kokerei in Betrieb genommen
1858 wurden erstmals Fertigprodukte in Form von Eisenbahnschienen erzeugt
1880: Umstieg auf Thomasstahlerzeugung
1895: Laufender Umstieg auf Siemens-Martin-Öfen
1902-1906: Massive Werkserweiterung, Drahtwalzwerk (1904), Ammoniakfabriken. Insgesamt 8 HÖ in Betrieb
1920: Modernisierung, Ausbau
1948: Wiederaufbau, Modernisierung
1971: Fusion mit der nahen Völkinger Hütte zur „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH